Informationen zum Krankheitsbild "Fibromyalgie Syndrom"


Das Krankheitsbild Fibromyalgie (übersetzt:''Faser-Muskel-Schmerz'') ist ein chronisches Schmerzsyndrom mit ausgedehnten Schmerzen, das von zahlreichen weiteren Beschwerden begleitet wird.

Es ist inzwischen ein anerkanntes Krankheitsbild und wird im international gültigen Diagnoseschluessel der WHO unter M79.70 aufgeführt.

 

Hauptsymptome sind: 


  • wandernde Schmerzen, oft beschrieben wie starker Muskelkater, meist in Gelenknähe,
 verstärkt durch starre Haltung, schnelle, sich wiederholende Bewegungen, körperliche, seelische und geistige Belastung, 
Überlastung, auch ausgelöst durch Perfektionsanspruch an sich selbst und ''Helfersyndrom'' und Übersensibilität, durch Wetterumschwung, feuchte Kälte etc.

 

Besteht die Krankheit über lange Zeit, können die Schmerzen buchstäblich ''immer und überall sein''.

 

Zahlreiche weitere Symptome können auftreten:

  • Schlafstörungen ( ''nicht erholsamer Schlaf'', mangelnde Entspannungs- und Regenerationsfähigkeit)
  • schnelle Ermüdbarkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit, Antriebsschwäche
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Nahrungsunverträglichkeiten
  • Reizblase
  • Wassereinlagerungen

  • Vegetative Beschwerden  z. B
 Schwitzen, Frieren, Herzrhythmusstörungen, Herzklopfen, Missempfindungen,
 Druck- und Berührungsempfindlichkeit der Haut,
 Kribbeln, innere Unruhe
, Krämpfe
  • Kiefergelenkschmerzen
  • Sehstörungen
         
  • Lichtempfindlichkeit
, Geräuschempfindlichkeit  
  • meist werden die Betroffenen auch ängstlicher, schreckhafter und depressiver

 

Die Symptome können innerhalb kurzer Zeit wechseln.  Für Betroffene ist nicht vorhersehbar, ob und 
wo der Schmerz am nächsten Tag auftauchen wird. Die Belastbarkeit der Erkrankten nimmt zunehmend ab. Dies führt oft zu Einschränkungen der beruflichen und privaten Aktivitäten. Der normale Alltag ist meist kaum noch zu bewältigen. 

Die Krankheit ist nach außen nicht sichtbar und durch Laborwerte 
nicht nachweisbar. 
Allerdings hat man inzwischen
 Schmerzwahrnehmungs- und -weiterleitungsstörungen im Gehirn und an den kleinsten Nervenendigungen (small fibers) in der Haut nachweisen können.

 

Fibromyalgie ist weder eingebildet noch rein psychogen,
 d.h. nicht ausschließlich seelisch bedingt.

Nach schulmedizinischer Auffassung ist Fibromyalgie nicht heilbar.


Die Behandlung zielt darauf ab, die Schmerzen und andere Symptome zu lindern und so die Lebensqualität zu verbessern.

Die Basis ist ein multimodales Therapiekonzept, d. h. es müssen alle zusammenarbeiten:
 Arzt / HeilpraktikerIn, PhysiotherapeutIn, PsychotherapeutIn, PatientIn und Angehörige. 


Sehr hilfreich kann in vielen Fällen eine individuelle Ernährungs- und Lebensumstellung sein, zum Beispiel das Meiden von künstlichen Nahrungszusatzstoffen, die Zufuhr von ausreichend natürlichen Vitaminen und Mineralstoffen, die Verwendung naturbelassener Zutaten und nicht zuletzt die geeignete Zubereitungsart unserer Lebensmittel. 


Für Betroffene ist es auch wichtig, auf die eigene Befindlichkeit zu achten und sich Pausen und Ruhe zu gönnen, wenn Körper und Seele danach verlangen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie beim Besuch unserer Gruppengesprächsabende und zum Beispiel auch auf folgenden Seiten:

www.fibromyalgie-fms.de
www.weiss.de/krankheiten/fibromyalgie

www.fibromyalgie-bw.de

www.zentrum-der-gesundheit.de/fibromyalgie

 

Quellen:


  • Website des DFV e.V. Seckach
 www.fibromyalgie-fms.de
  • Broschüre Praxisklinik Dr. Th. Weiss Mannheim
-ZDF-Sendung 'Volle Kanne' vom 26.7.2016
  • 
Nurcan Ueceyler, Privatdozentin an der Neurologischen Klinik des Würzburger Uniklinikums, über die Ergebnisse ihrer Studie berichtet die Fachzeitschrift 'Brain'.